Automatische Verpackungsmaschine mit Wiegevorrichtung AF-8-V

Diese Verpackungsmaschine ist für einen kontinuierlichen Verpackungszyklus ausgelegt und dosiert Schüttgüter (z. B. Brennstoffgranulat, Pellets, Tierfutter, Sand, Schotter, Salz, Dünger) präzise nach Gewicht und verpackt sie in Polyethylen (PE) oder Mehrschichtfolien.

Die Anlage besteht aus einer vertikalen Verpackungsmaschine und einem elektronischen Dosierer mit Band- oder Vibrationsförderer.

Sie ermöglicht die Dosierung (Verpackung) von Schüttgütern von 2 bis 50 kg nach vorgegebenem Gewicht und die anschließende Verpackung in Großpackungen (Säcke).

 

Eigenschaften.

Stromversorgung, V/Hz 380/50
Stromverbrauch, kW/Stunde 3.5
Pneumatische Versorgung**, atm./l.min. 6/500
Länge / Breite / Höhe (maximal), mm 2900/1800/4600
Gewicht (nicht mehr), kg 950
Breite/Durchmesser der Filmrolle (max.), mm 1050/500
Produktivität (kinetisch)*, Packungen/Stunde 500
Länge/Breite des Gehäuses (max.), mm 700/500
Dosierungsbereich, g 2,000 – 50,000
Volumen des Lagerbehälters, l 100

* Die Produktivität hängt vom Gewicht der Dosis, der Länge der Verpackung und den Eigenschaften des Verpackungsmaterials ab.

** Zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit der pneumatischen Antriebe dieser Verpackungsmaschine wird ein Kompressor benötigt (separat erhältlich).

 

Arbeitsbeschreibung.

Das zu verpackende Produkt wird durch den Einfüllstutzen auf den Zuführer* gegeben und von dort in den Wiegebehälter befördert. Dieser ist am Rahmen der Dosieranlage mittels eines Dehnungsmessstreifens befestigt. Sobald das vorgegebene Gewicht erreicht ist, sendet die Wägezelle ein Signal an die Steuereinheit der Dosieranlage (den Libra-Controller). Diese stoppt daraufhin die Vibrationswanne und damit die Produktzufuhr.

Nachdem die Steuereinheit der Verpackungsmaschine ein Signal („Entladesignal“) empfangen hat, öffnet der Dosieranlagen-Controller den Wiegebehälter*. Der Behälter öffnet sich und entleert seinen Inhalt in den Trichter. Durch den Trichter und das Rohr der Hülsenformvorrichtung wird das Produkt in eine aufgerollte Hülse aus Verpackungsfolie mit versiegelter Rück- und Bodennaht (Verpackungsrohling) gefüllt. Anschließend schaltet der Controller den Zuführer ein, um den Wiegebehälter mit der nächsten Produktportion zu befüllen.

Die Naht am Boden der Verpackung wird in den horizontalen Klemmen der Löteinheit fixiert und bleibt bis zum Ende der Dosierung komprimiert. Dadurch wird der Druck der Dosis auf die Naht und die Gefahr eines Aufreißens durch Stöße beim Fallenlassen der Dosis oder bei noch nicht abgekühltem Verpackungsmaterial nach dem Schweißen vermieden.

Die Verpackungsmaschine wird von einem Mikrocontroller in der Steuereinheit gesteuert. Nach Entleerung des Wiegebehälters (Dosierung einer Produktdosis) löst dieser die Klemmen der Löteinheit und startet die Zufuhr des Verpackungsmaterials. Der Transport erfolgt mittels eines Elektromotors und Riemen auf die vom Bediener eingestellte Länge (ermittelt durch die Fotomarkierung oder den Wert des Parameters „СЧt. 1“). Beim Transport wird die Rolle abgewickelt und die Folie durch den Kragen in eine Hülle um das Rohr gewickelt.

Nachdem die Folie auf die erforderliche Länge gezogen wurde, aktiviert die Steuereinheit die Löteinheit: Sie komprimiert die Klemmen, fixiert so das Verpackungsmaterial und presst gleichzeitig die an den Klemmen befindlichen Schweißelemente an. Das vertikale Schweißelement wird an das Rohr gepresst, wodurch der Schweißvorgang beginnt.

Die Löteinheit arbeitet nach dem Prinzip der konstanten Erwärmung. Das heißt, die Schweißelemente werden für eine festgelegte Zeit (eingestelltes Intervall) an das Verpackungsmaterial gepresst, währenddessen die eingestellte Temperatur gehalten wird. Nach Ablauf der Schweißzeit werden die Schweißelemente freigegeben, die horizontalen Klemmen bleiben jedoch komprimiert. Dies ist notwendig, um das Verpackungsmaterial abzukühlen und feste Nähte zu erzeugen. Dies ist besonders wichtig bei Polyethylenfolien, deren Nähte nach dem Schweißen lange flexibel bleiben und bereits bei geringer Belastung reißen können. Um den Kühlprozess zu beschleunigen, leitet die Steuereinheit unmittelbar nach dem Freigeben der Schweißelemente Druckluft an die Düsen der Löteinheit und kühlt die entstandenen Nähte gezielt ab (die Blasdauer wird vom Bediener eingestellt). Die Löteinheit verschließt gleichzeitig die obere Naht der befüllten Verpackung sowie die untere und hintere Naht der nächsten Verpackung. Während des Schweißvorgangs wird die befüllte Verpackung durch einen heißen „Faden“ an der Ausbuchtung des Verpackungsmaterials vom horizontalen Schweißelement getrennt. Gleichzeitig sendet der Mikrocontroller der Verpackungsmaschine einen Impuls an die „Libra“-Steuerung (das „Entlade“-Signal) und befüllt so die nächste Verpackung.

Nach Abschluss des Schweißvorgangs und dem Abkühlen der entstandenen Nähte löst die Steuereinheit die horizontalen Klemmen und aktiviert erneut die Zufuhr des Verpackungsmaterials, um die nächste befüllte Verpackung in die Löteinheit zu befördern. Gleichzeitig wird die bereits versiegelte und mit einem „Faden“ abgetrennte Verpackung auf das Auslaufband abgesenkt.

 

Merkmale.

Diese Verpackungsmaschine eignet sich optimal zum Verpacken von Produkten, die sich gut in großen Verpackungen (Säcken) verkaufen lassen. Beispiele hierfür sind: Sand, Brennstoffgranulat, Pellets, Getreide, Salz, Zucker, Waschpulver, Kieselsteine, Schotter, Erde (nicht nass), Mischfutter und Füllstoffe für Tiere.

Die Verpackungsmaschine ist nicht für stark staubige Produkte geeignet. Dank des Wiegesystems ist das Modell universell einsetzbar und es bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich der Art des zu verpackenden Produkts.

Das Gerät muss auf dem Boden aufgestellt werden und unterliegt Beschränkungen hinsichtlich der Folienbreite und der Höhe der geformten Verpackung, die in den technischen Daten aufgeführt sind.